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Satzung



§ 1
Name, Rechtsform und Sitz der Stiftung

(1) Die Stiftung führt den Namen “Stiftung Macaria”.

(2) Sie ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts und hat ihren Sitz in Köln.

§ 2
Zweck der Stiftung

(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung (AO).

(2) Zweck der Stiftung ist die Förderung der Studentenhilfe durch den Bau oder den Erwerb und die Unterhaltung eines eigenen Studentenwohnheims sowie die Unterstützung der wissenschaftlichen Fortbildung der Studenten unter anderem an der Universität Köln, unabhängig von der Zugehörigkeit zur Landsmannschaft Macaria, zum AHV der Landsmannschaft Macaria oder zu einer anderen Verbindung.

(3) Der Stiftungszweck wird in erster Linie durch die Vergabe von Wohnraum an Studenten verwirklicht, daneben auch durch Mittelvergabe aus den Erträgen des Stiftungsvermögens insbesondere durch:

a. die Auslobung von Doktorandenpreisen für herausragende Doktorarbeiten sowie die Prämierung besonders herausragender Diplom-, Examens- oder anderer Studienabschlussarbeiten von Studenten bzw. ehemaligen Studenten insbesondere der Universität und der Fachhochschulen in Köln, wobei die prämierten Arbeiten jeweils der Öffentlichkeit zugänglich zu machen sind;

b. die Bereitstellung von Druckkostenzuschüssen für Habilitationsschriften und Dissertationen an Studenten bzw. ehemalige Studenten insbesondere der Universität und der Fachhochschulen in Köln, die von der Universität, Fachhochschule, Fakultät oder Lehrstuhl als förderungswürdig vorgeschlagen werden;

c. die Vergabe von Stipendien - auch auf Darlehensbasis - insbesondere an Studenten der Universität und der Fachhochschulen in Köln, die von der Universität, Fachhochschule, Fakultät oder Lehrstuhl als förderungswürdig vorgeschlagen werden, z. B. für ein in der Regel bis zu zwei Semestern dauerndes Auslandsstudium,

d. die Gewährung von Mitteln - auch auf Darlehensbasis - insbesondere an Studenten der Universität und der Fachhochschulen in Köln, die von der Universität, Fachhochschule, Fakultät oder Lehrstuhl als förderungswürdig vorgeschlagen werden, sowohl aus eigenen Mitteln als auch im Rahmen der treuhänderischen Verwaltung rechtlich unselbstständiger Stiftung nach Maßgabe des jeweiligen Stiftungszwecks sowie,

e. die Unterstützung von Fakultäten der Universitäten bzw. der Fachhochschulen in Köln.

(4) Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(5) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Stifter und ihre Erben bzw. Rechtsnachfolger erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Stiftung.

§ 3
Stiftungsvermögen

(1) Das Stiftungsvermögen besteht aus dem Erbbaurecht Pferdmengesstraße 44, eingetragen beim Amtsgericht Köln im Grundbuch von Köln-Rondorf, Blatt 13478, abzüglich einer Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Sparkasse Köln/Bonn oder Herrn Dr. Karl-Dieter Kortmann in Höhe von maximal EUR 150.000,00. Das Erbbaurecht hat im Zeitpunkt des Stiftungsgeschäfts gemäß Schreiben des Finanzamt Köln-Süd vom 28. August 2006 - Anlage 1 - einen Verkehrswert von EUR 1.000.000,00. Verfügungen über das Stiftungsvermögen bedürfen der Zustimmung sowohl des Vorstandes, als auch des Kuratoriums, wobei die Zustimmung in beiden Gremien mit 2/3- Mehrheit erfolgen muss.

(2) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Werte ungeschmälert zu erhalten.

(3) Dem Stiftungsvermögen wachsen alle Zuwendungen zu, die dazu bestimmt sind (Zustiftungen).

§ 4
Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen

(1) Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen (Spenden) sind im Rahmen der steuerrechtlichen Vorschriften zeitnah zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden.

(2) Die Stiftung kann ihre Mittel ganz oder teilweise einer zweckgebundenen Rücklage zuführen, soweit dies erforderlich ist, um ihre steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke nachhaltig erfüllen zu können und soweit für die Verwendung der Rücklage konkrete Ziel- und Zeitvorstellungen bestehen. Freie Rücklagen dürfen gebildet und ganz oder teilweise dem Vermögen zugeführt werden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts dies zulassen.

(3) Dem Stiftungsvermögen zuzuführen sind Zuwendungen, die dazu durch die Zuwender ausdrücklich bestimmt sind (Zustiftungen). Zuwendungen von Todes Wegen, die vom Erblasser nicht ausdrücklich zur zeitnahen Erfüllung des Stiftungszweckes bestimmt sind, dürfen dem Vermögen zugeführt werden.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 5
Organe der Stiftung

(1) Organe der Stiftung sind:

a. der Vorstand,

b. das Kuratorium.

(2) Die gleichzeitige Mitgliedschaft in den Organen ist unzulässig.

§ 6
Zusammensetzung des Vorstandes

(1) Der Vorstand besteht aus 3 Personen.

(2) Der erste Vorstand wird von den Stiftern bestellt und besteht aus

Herrn Dr. Karl-Dieter Kortmann als Vorsitzenden,

Herrn Detlef Schneider als Schriftführer und stellvertretenden Vorsitzenden,

Herrn Günter Kraemer als Schatzmeister.

(3) Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 5 Jahre. Eine oder mehrere Wiederbestellungen sind zulässig.

(4) Das Amt eines Vorstandsmitgliedes endet nach Ablauf der Amtszeit oder bei Vollendung des 75. Lebensjahres. Das Vorstandsmitglied bleibt in diesen Fällen solange im Amt, bis ein Nachfolger bestellt ist. Das Amt endet weiter durch Tod und durch Niederlegung, die jederzeit zulässig ist. Vorstandsmitglieder können aus wichtigem Grunde jederzeit vom Kuratorium mit einer Mehrheit von 2/3 seiner Mitglieder abberufen werden.

(5) Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes wird der Nachfolger durch das Kuratorium (§ 8) auf Vorschlag der verbleibenden Vorstandsmitglieder bestellt. Dies gilt auch für die Wiederbestellung.

§ 7
Rechte und Pflichten des Vorstandes

(1) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Er hat die Stellung eines gerichtlichen Vertreters und handelt jeweils durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam.

(2) Der Vorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Satzung den Willen des Stifters so wirksam wie möglich zu erfüllen. Seine Aufgaben sind insbesondere

a. die Verwaltung des Stiftungsvermögens einschließlich der Führung von Büchern und der Aufstellung des Jahresabschlusses;

b. die Beschlussfassung über die Verwendung der Erträgnisse des Stiftungsvermögens.

(3) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

(4) Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden.

§ 8
Zusammensetzung des Kuratoriums

(1) Das Kuratorium besteht aus sechs Personen.

(2) Das erste Kuratorium benennen die Stifter, bestehend aus folgenden Personen:

Herr Dr. Wilfried Dann,

Herr Jürgen Ernst,

Herr Dr. Dieter Rackwitz,

Herr Hannes Burgdorf,

Herr Dr. Helmut Harter,

Herr Tobias Kosten.

(3) Das Kuratorium wählt seinen Vorsitzenden und seinen stellvertretenden Vorsitzenden aus seiner Mitte.

(4) Die Amtszeit der Kuratoriumsmitglieder beträgt 5 Jahre. Eine oder mehrere Wiederbestellungen sind zulässig. Ein Kuratoriumsmitglied kann aus wichtigem Grund vom Kuratorium in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand jederzeit mit einer Mehrheit von 2/3 aller Stimmen abberufen werden.

(5) Bei Ausscheiden eines Kuratoriumsmitgliedes wird der Nachfolger durch die Mitgliederversammlung des Hausvereins Marienburg e. V., Köln, auf Vorschlag der verbleibenden Kuratoriumsmitglieder bestellt. Dies gilt auch für die Wiederbestellung.

§ 9
Rechte und Pflichten des Kuratoriums

(1) Das Kuratorium berät, unterstützt und überwacht den Vorstand, um die Beachtung des Stifterwillens herzustellen.

(2) Seine Aufgabe ist insbesondere die Genehmigung des Haushaltsplanes, der Jahresrechnung und des Tätigkeitsberichtes des Vorstandes.

(3) Die Mitglieder des Kuratoriums sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden.

§ 10
Beschlüsse

(1) Die Beschlüsse des Vorstandes und des Kuratoriums werden in der Regel auf Sitzungen gefasst. Der Vorstand und das Kuratorium sind beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Sie beschließen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

(2) Ein abwesendes Mitglied kann sich aufgrund einer schriftlichen Erklärung durch ein anwesendes Mitglied vertreten lassen. Kein Mitglied kann mehr als ein weiteres Mitglied vertreten.

(3) Wenn kein Mitglied widerspricht, können Beschlüsse auch in dringenden Fällen im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Dies gilt nicht für Beschlüsse, die eine Satzungsänderung oder die Auflösung der Stiftung befassen.

§ 11
Satzungsänderungen

(1) Über Satzungsänderungen beschließen Vorstand und Kuratorium gemeinsam.

(2) Wenn der Ertrag der Stiftung nur teilweise für die Verwirklichung des Stiftungszwecks benötigt wird, können Vorstand und Kuratorium der Stiftung einen weiteren Zweck geben, der mit dem ursprünglichen Zweck verwandt und dessen dauernde und nachhaltige Verwirklichung ohne Gefährdung des ursprünglichen Zwecks gewährleistet sein muss.

(3) Die Beschlüsse bedürfen einer Mehrheit von jeweils 2/3 der Mitglieder des Vorstandes und des Kuratoriums.

(4) Beschlüsse über Änderungen der Satzung sind der Bezirksregierung und dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Sie werden erst nach Genehmigung durch die Bezirksregierung bzw. Anerkennung des neuen Stiftungszwecks als gemeinnützig durch das zuständige Finanzamt wirksam, soweit die Genehmigung bzw. Anerkennung erforderlich ist.

§ 12
Auflösung der Stiftung, Zusammenschluss

(1) Vorstand und Kuratorium können gemeinsam mit einer Mehrheit von jeweils 2/3 ihrer Mitglieder den Zusammenschluss der Stiftung mit einer oder mehreren anderen steuerbegünstigten Stiftungen oder die Auflösung der Stiftung beschließen.

(2) Beschlüsse gemäß Absatz 1 werden nach Genehmigung durch die Bezirksregierung und Bestätigung der Steuerunschädlichkeit durch das Finanzamt wirksam.

§ 13
Vermögensanfall

Bei Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall der steuerbegünstigen Zwecke fällt das Vermögen an den Hausverein Marienburg e. V., Köln, sofern dieser zum Zeitpunkt des Vermögensanfalls als steuerbegünstigt nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG anerkannt ist, oder an eine andere steuerbegünstigte Stiftung oder Körperschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§ 14
Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit dem Tage der Zustellung der Anerkennungsurkunde in Kraft.